{"id":5473,"date":"2023-08-12T23:13:55","date_gmt":"2023-08-12T21:13:55","guid":{"rendered":"https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/?p=5473"},"modified":"2023-08-12T23:13:57","modified_gmt":"2023-08-12T21:13:57","slug":"gamingbranche-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/gamingbranche-klimawandel\/","title":{"rendered":"S\u00fcnder oder Samariter?\u00a0So k\u00e4mpft die Gamingbranche gegen den Endgegner Klimawandel"},"content":{"rendered":"\n<h1>S\u00fcnder oder Samariter? So k\u00e4mpft die Gamingbranche gegen den Endgegner Klimawandel<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Gruene-Gamingbranche-1024x576.png\" alt=\"Gr\u00fcne Gamingbranche\" class=\"wp-image-5474\" width=\"1144\" height=\"643\" srcset=\"https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Gruene-Gamingbranche-1024x576.png 1024w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Gruene-Gamingbranche-300x169.png 300w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Gruene-Gamingbranche-768x432.png 768w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Gruene-Gamingbranche-1536x864.png 1536w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Gruene-Gamingbranche-200x113.png 200w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Gruene-Gamingbranche.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1144px) 100vw, 1144px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Umweltschutz ist in der Gamingindustrie zu einem Buzzword geworden. Die Branche will gr\u00fcner werden, doch steht sie gleichzeitig vor gro\u00dfen Herausforderungen. Reichen ihre Bem\u00fchungen zum Wandel oder bleibt am Ende alles nur gutes Marketing?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In den Stra\u00dfen t\u00fcrmen sich gigantische M\u00fcllberge, ein brauner Schleier umh\u00fcllt die alte K\u00fcstenstadt. Das Atmen f\u00e4llt schwer. Evergreen Harbour ist kein sch\u00f6nes Fleckchen Erde, doch es ist genau der richtige Ort, um <strong>f\u00fcr Umweltthemen zu sensibilisieren<\/strong>. In \u201eSims 4: Nachhaltig leben\u201c liegt es in den H\u00e4nden der Spieler:innen, die virtuelle Stadt wieder auf Kurs zu bringen. Ob mit Sonnenkollektoren und Windturbinen oder durch Recycling und Eigenanbau \u2013 Ziel ist es, die Welt ein St\u00fcckchen lebenswerter zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer \u00f6fter werben Spieleentwickler:innen mit sogenannten \u201e<strong>Environmental Games<\/strong>\u201c f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit und das aus gutem Grund: \u201eAls eines der wichtigsten Leitmedien unserer Zeit eignen sich Games, die ohnehin ein enormes Bildungspotenzial besitzen, hervorragend, um Umweltthemen zu vermitteln\u201c, so Felix Falk, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim Branchenverband\u00a0<em><a href=\"https:\/\/www.game.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">game<\/a><\/em>. Die Zahlen geben Falk recht. Immerhin gibt es im Jahr 2023 sch\u00e4tzungsweise 3,8 Milliarden Gamer:innen mit einer durchschnittlichen Spielzeit von 40 Minuten am Tag. Diese 40 Minuten bieten eine wertvolle Gelegenheit, mithilfe von \u201eSerious Games\u201c Bewusstsein f\u00fcr \u00f6kologische Anliegen zu schaffen. Der prim\u00e4re Zweck dieser Videospiele geht weit \u00fcber die Unterhaltung hinaus. <strong>Klimafreundliches Verhalten wird bewusst im Spiel belohnt<\/strong> \u2013 Naturschutz wird zur Hauptmission. Doch steckt hinter gr\u00fcnen Spielen nur geschicktes Marketing oder doch echtes Engagement?<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Nachhaltigkeit in der Gaming-Welt nur eine gr\u00fcne Illusion?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das vermeintlich nachhaltige Image der Games-Branche droht angesichts des <strong>hohen Stromverbrauchs<\/strong> zu br\u00f6ckeln. Allein in den USA seien Videospiele im Jahr 2016 f\u00fcr rund f\u00fcnf Milliarden US-Dollar an Energiekosten und 24 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>\u00a0verantwortlich. Das entspr\u00e4che den Treibhausgasemissionen von f\u00fcnf Millionen PKW, so <a href=\"https:\/\/eta-publications.lbl.gov\/publications\/toward-greener-gaming-estimating\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Evan Mills<\/a>, Wissenschaftler am\u00a0<em>Berkeley Lab,<\/em>\u00a0einer Forschungseinrichtung des US-Energieministeriums unter der Leitung der\u00a0<em>University of California<\/em>. Laut seiner Studie seien Gamer:innen zudem f\u00fcr 2,4 Prozent des gesamten Stromverbrauchs von Privathaushalten verantwortlich: \u201eDas ist, zur Veranschaulichung, der Stromverbrauch von etwa 85 Millionen neuen K\u00fchlschr\u00e4nken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hersteller l\u00e4sst das offenbar unbeeindruckt, denn auch die <strong>neusten Konsolengenerationen k\u00f6nnen wahre Stromfresser<\/strong> sein. So ist der Stromverbrauch der aktuellen <em>Playstation<\/em>-Generation im Vergleich zum Vorg\u00e4ngermodell um \u00fcber 20 Prozent gestiegen. Lediglich das Handheld-Ger\u00e4t\u00a0<em>Nintendo Switch<\/em>\u00a0schneidet nach einer Berechnung des Energiedienstleisters\u00a0<a href=\"https:\/\/www.eon.de\/de\/pk\/strom\/strom-sparen\/spielekonsolen-im-stromcheck.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\"><em>E.ON<\/em> <\/a>sehr gut ab.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Stromverbrauch-Konsolen-1-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5537\" width=\"1195\" height=\"672\" srcset=\"https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Stromverbrauch-Konsolen-1-1024x576.png 1024w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Stromverbrauch-Konsolen-1-300x169.png 300w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Stromverbrauch-Konsolen-1-768x432.png 768w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Stromverbrauch-Konsolen-1-1536x864.png 1536w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Stromverbrauch-Konsolen-1-200x113.png 200w, https:\/\/juk.hmkw.de\/perspektive-journalismus\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2023\/08\/Stromverbrauch-Konsolen-1.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1195px) 100vw, 1195px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Verbesserungspotenzial erkennt Mills vor allem auf Software-Ebene. \u201eBei schlechter Energieverwaltung ist der <strong>Strombedarf im Standby-Modus<\/strong> vergleichbar mit dem w\u00e4hrend des Spielens.\u201c So verbraucht die\u00a0<em>Xbox Series S<\/em>\u00a0von\u00a0<em>Microsoft<\/em>\u00a0beispielsweise im Standby-Betrieb standardm\u00e4\u00dfig so viel Energie wie eine\u00a0<em>Nintendo Switch<\/em>\u00a0bei voller Spielleistung.<\/p>\n\n\n\n<p>Den meisten Strom verbrauchen aber nicht die Konsolen und Gaming-PCs selbst, sondern die Serverfarmen. Besonders das <strong>Cloud-Gaming<\/strong>, bei dem Spiele auf externen Servern statt auf dem eigenen Ger\u00e4t gespeichert und gespielt werden, tr\u00e4gt zu einem betr\u00e4chtlichen CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df bei. St\u00f6\u00dft ein Spiel aus dem Einzelhandel laut\u00a0<em>Sony<\/em>\u00a0pro Stunde 0,055 Kilogramm Kohlenstoffdioxid aus, ist es beim Cloud-Gaming fast die dreifache Menge CO<sub>2<\/sub>. Der <strong>hohe Verbrauch stammt vor allem von Rechenzentren<\/strong>. Diese m\u00fcssen gek\u00fchlt und bel\u00fcftet werden. Zuletzt spielt auch die Konsolenherstellung eine wesentliche Rolle. Das Technikportal\u00a0<a href=\"https:\/\/www.theverge.com\/2019\/12\/5\/20985330\/ps4-sony-playstation-environmental-impact-carbon-footprint-manufacturing-25-anniversary\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\"><em>The Verge<\/em>\u00a0<\/a>rechnete 2019 zusammen mit der\u00a0<em>University of Cambridge<\/em>\u00a0aus, dass allein bei der Herstellung und dem Transport einer\u00a0einzelnen <em>Playstation\u00a0<\/em>der vierten Generation 89 Kilogramm CO<sub>2<\/sub>\u00a0freigesetzt werden. \u201eSeit der Ver\u00f6ffentlichung der\u00a0<em>Playstation 4<\/em>\u00a0im Jahr 2013 wurden so insgesamt etwa 8,9 Milliarden Kilogramm Kohlendioxid erzeugt und freigesetzt. Das ist mehr als alle Emissionen Jamaikas im Jahr 2017\u201c, so\u00a0<em>The Verge<\/em>. \u201eAlles f\u00fcr eine kleine Videospielkonsole.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Nachhaltige Initiativen setzen Zeichen f\u00fcr Umweltschutz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Doch es zeigt sich auch ein Lichtblick. Einer Umfrage des Branchenverbands\u00a0<em>game<\/em>\u00a0von 2021 zufolge versuchen bereits <strong>76 Prozent der Videospiel-Unternehmen, nachhaltiger zu wirtschaften<\/strong>. So nutzen sie beispielsweise \u00d6kostrom oder sparen bei Energie und Heizung. \u201eDie Branche arbeitet auf vielen verschiedenen Wegen daran, ihren Beitrag zu mehr Umwelt- und Klimaschutz zu leisten: ob durch die Entwicklung von Spielen, die sich mit dem Thema besch\u00e4ftigen, oder durch das Engagement und Nachhaltigkeitsinitiativen der Games-Unternehmen\u201c, so Falk. Auch der Branchenverband selbst ist aktiv und arbeitet seit 2021 klimaneutral. \u201e\u00dcber ClimatePartner unterst\u00fctzen wir Klimaschutzprojekte und kompensieren so unsere CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, die unter anderem durch den Gesch\u00e4ftsbetrieb, Arbeitswege der Mitarbeitenden und Gesch\u00e4ftsreisen angefallen sind.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Seit Mitte Juni 2021 ist\u00a0<em>game<\/em>\u00a0zudem Teil der\u00a0<strong><em>Playing for the Planet<\/em>-Alliance<\/strong>, einer Kooperation der Vereinten Nationen mit der Games-Branche.\u00a0Die Initiative wurde 2019 im Zuge des\u00a0<em>UN Climate Summit\u00a0<\/em>in New York ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder verpflichten sich mit ihrem Beitritt zur Allianz zur <strong>Reduzierung von Emissionen<\/strong> sowie zur Unterst\u00fctzung der globalen Umweltagenda. Die Selbstverpflichtung ist freiwillig, doch immerhin haben sich inzwischen \u00fcber 40 Unternehmen der<em> <a href=\"https:\/\/playing4theplanet.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Playing for the Planet<\/a>-Alliance<\/em>\u00a0angeschlossen, darunter auch <em>Ubisoft<\/em>,\u00a0<em>Playstation\u00a0<\/em>oder\u00a0<em>Microsoft<\/em>\u00a0.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus ergriffen die Konsolenhersteller\u00a0<em>Sony<\/em>,\u00a0<em>Microsoft\u00a0<\/em>und\u00a0<em>Nintendo\u00a0<\/em>mit dem\u00a0<em><strong>Games Console Voluntary Agreement <\/strong>(GCVA)\u00a0<\/em>Initiative. Das 2015 von der EU-Kommission anerkannte Abkommen verpflichtet die Unterzeichner:innen zur Implementierung einer automatischen Abschaltung der Konsole nach etwa einer Stunde ohne Nutzung, einer maximalen Energiebegrenzung, zur Wiederverwendbarkeit der Konsolen und zur Transparenz \u00fcber den Energieverbrauch. So sollen <strong>zuk\u00fcnftig Gaming-Konsolen so energieeffizient wie m\u00f6glich gestaltet<\/strong> werden. Auch wenn der Stromverbrauch der Konsolen weiter steigt, sollen durch das Abkommen allein im Jahr 2020 rund sieben Terawattstunden Strom eingespart worden sein. Das ist mehr Strom als San Francisco pro Jahr verbraucht.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Mit Vernetzung und neuen Ans\u00e4tzen zur gr\u00fcneren Branche<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ausgebaut werden sollen diese Ans\u00e4tze durch einen regen <strong>Wissensaustausch innerhalb der Gamingbranche<\/strong>. Neue Strategien sollen erforscht und gef\u00f6rdert werden. Hierzu nehmen die beteiligten Studios auf dem j\u00e4hrlich stattfindenden\u00a0<em><a href=\"https:\/\/greengamejam.playing4theplanet.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Green Game Jam<\/a><\/em>\u00a0bewusst gr\u00fcne Themen in den Fokus. \u201eMit dem\u00a0<em>Green Game Jam<\/em>\u00a0m\u00f6chten wir einen Raum f\u00fcr Spielestudios schaffen, in dem sie Best Practices finden k\u00f6nnen, um ihre Millionen von Spieler:innen durch die Spiele, die sie kennen und lieben, in Bezug auf Umweltthemen zu unterst\u00fctzen\u201c, hei\u00dft es von den Veranstalter:innen. Bei der diesj\u00e4hrigen Ausgabe unter dem Titel\u00a0<em>Gaming for Wildlife<\/em>\u00a0wurden nach eigenen Angaben 600.000\u00a0US-Dollar gesammelt und in der Vergangenheit bereits 266.000 B\u00e4ume gepflanzt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Der\u00a0<em>Green Game Jam<\/em>\u00a0ist dabei nur eines von vielen <strong>gr\u00fcnen Events<\/strong>. Auch die <em>Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/em> veranstaltete beispielsweise im Juli dieses Jahres den\u00a0<em><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/veranstaltungen\/veranstaltungskalender\/518950\/bpb-game-jam-2023\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">bpb:game jam<\/a><\/em>\u00a0zum Thema Mobilit\u00e4t und Verkehrswende. Zudem haben sich die\u00a0<em>Koelnmesse<\/em>\u00a0und\u00a0<em>game<\/em>\u00a0bereits im vergangenen Jahr das Ziel gesetzt, die Spielemesse\u00a0<em>gamescom<\/em>\u00a0nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten. Und alle konnten mitmachen: \u201eEine besondere St\u00e4rke des Konzepts ist das gemeinsame Engagement von erstens uns als Veranstalter:innen, zweitens den beteiligten Unternehmen sowie drittens der Community. Das macht deutlich, dass wir alle nur gemeinsam den Klimawandel aufhalten und die Umwelt sch\u00fctzen k\u00f6nnen\u201c, so Falk. \u201eAm Ziel sind wir aber noch lange nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Die Verantwortung liegt bei Unternehmen und Gamer<\/strong>:innen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Gamingindustrie tut offenbar einiges, um gr\u00fcner zu werden. Doch reicht das aus? Nach Mills entschieden letztlich die Hersteller von Gaming-Hardware und -Software sowie die Energiepolitiker:innen \u2013 und auch die Gamer:innen selbst \u2013 dar\u00fcber, wie Potenziale in der Praxis umgesetzt werden. F\u00fcr eine gr\u00fcnere Zukunft br\u00e4uchte es allerdings vor allem aufseiten der Publisher eine <strong>tiefere und standardisierte Auseinandersetzung<\/strong> mit den CO<sub>2<\/sub>-Spuren, die die Branche hinterl\u00e4sst, hei\u00dft es in seinem Forschungsbericht. Studios k\u00f6nnten nicht l\u00e4nger vordergr\u00fcndig B\u00e4ume pflanzen, um im Hintergrund Rekordemissionen zu verzeichnen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Auch\u00a0<em>game<\/em>\u00a0appelliert weiter an alle Bereiche der Industrie, den eigenen CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df zu reduzieren: \u201eGenutzte Technologien, Rohstoffe und Chemikalien, das Betreiben von Datenzentren und Servern, Distribution physischer Produkte, Recycling und Veranstaltungen von Events sind nur ein paar Beispiele daf\u00fcr, auf wie vielen Ebenen die Branche klimasch\u00e4dliche Ausst\u00f6\u00dfe einsparen kann.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den bisher geleisteten Ma\u00dfnahmen hat die Gamingindustrie den Kampf gegen den Endgegner Klimawandel aufgenommen. Die Herausforderung liegt nun darin, nicht nur eine gr\u00fcne Simulation zu erschaffen, sondern die Gaming-Welt auch in der Realit\u00e4t zu einem Ort des nachhaltigen Handelns zu machen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umweltschutz ist in der Gamingindustrie zu einem Buzzword geworden. Die Branche will gr\u00fcner werden, doch steht sie gleichzeitig vor gro\u00dfen Herausforderungen. 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