{"id":918,"date":"2022-06-12T10:42:25","date_gmt":"2022-06-12T08:42:25","guid":{"rendered":"https:\/\/genzhmkw.wordpress.com\/?p=382"},"modified":"2022-08-11T19:05:56","modified_gmt":"2022-08-11T17:05:56","slug":"fit-filter-selfie-posten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/fit-filter-selfie-posten\/","title":{"rendered":"Fit, Filter, Selfie, posten!"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\"><strong>Fitness: Leidenschaft oder Hype? Immer mehr junge Menschen melden sich in Fitnessstudios an, um ihren Traumk\u00f6rpern n\u00e4her zu kommen. Aber trainiert die Generation Z wirklich f\u00fcr sich selbst oder jagt sie dem Ideal nach, das ihr t\u00e4glich \u00fcber soziale Medien pr\u00e4sentiert wird?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-9 wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<div class=\"wp-container-8 wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-container-7 wp-block-column\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-container-6 wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<div class=\"wp-container-5 wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-container-3 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<div class=\"wp-container-2 wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<div class=\"wp-container-1 wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p>Sechs, sieben und acht, geschafft! Mit zittrigen H\u00e4nden h\u00e4ngt Sina Keller die Hantelstange zur\u00fcck in ihre Halterung. Ein Schwei\u00dftropfen bahnt sich seinen Weg ihre Stirn hinab, trotzdem l\u00e4chelt sie gl\u00fccklich. \u201eDas geh\u00f6rt f\u00fcr mich zu einem gesunden Leben dazu, dass man sich fit und vital f\u00fchlt\u201c, sagt die 20-j\u00e4hrige Sportwissenschaftstudentin zufrieden und spricht damit etwas an, das viele in ihrem Alter \u00e4hnlich sehen. Denn Sport spielt im Leben der Generation Z\u2019ler:innen schon lange keine Nebenrolle mehr, sondern geh\u00f6rt vielmehr zur t\u00e4glichen Routine. Nicht zuletzt, weil Plattformen wie Instagram mit den Bildern von durchtrainierten M\u00e4nnern und Frauen gr\u00fc\u00dfen, sobald man sie \u00f6ffnet. Die sogenannten Fitnessinfluencer:innen geben Tipps und berichten von ihrem Weg zum vermeintlichen Ideal, doch ob der auch f\u00fcr andere Menschen umsetzbar ist, wird selten thematisiert. Das gezeigte Training ist eben nur auf den Influencer selbst zugeschnitten, nicht aber auf die breite Masse. Dennoch stellen sie vor allem f\u00fcr viele j\u00fcngere Menschen das \u201eIdeal\u201c dar, das es zu erreichen gilt. Aber macht das wirklich gl\u00fccklich?<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Richtet man den Blick auf die Medien, stellt man fest, dass ein bestimmtes K\u00f6rperbild zelebriert wird<strong>, <\/strong>das als vermeintlich perfekt angesehen wird. In dem Podcast #stopbodyshaming des Frankfurter Zentrums f\u00fcr Essst\u00f6rungen wird es so beschrieben: \u201eSei schlank, sei fit, DANN bist du erfolgreich\u201c. Im Rahmen der Studie \u201eBin ich gut genug? Bin ich nicht zu dick? Sehe ich gut aus?\u201c &#8211; Soziale Medien und Essst\u00f6rungen: Zusammenh\u00e4nge und Implikationen untersuchten die Professorin Dr. Eva Wunderer und ihre Mitautorinnen Dr. Maya G\u00f6tz und Frida Hierl den Zusammenhang zwischen Sozialen Medien, K\u00f6rperzufriedenheit und dem Wohlbefinden junger Menschen. Indem sie 175 von einer Essst\u00f6rung Betroffene im Alter zwischen 13 bis 53 in Deutschland mittels Frageb\u00f6gen befragten, konnten sie ihre Annahme best\u00e4tigen, dass Soziale Medien die K\u00f6rperzufriedenheit senken, insbesondere bei Menschen mit Essst\u00f6rungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn obwohl die Jugendlichen wissen, dass Bilder auf Social Media bearbeitet werden, haben sie trotzdem einen Effekt auf sie. Die Expertinnen wissen: der Social Media Abgleich findet so oder so statt. Trotzdem oder gerade deswegen bieten Soziale Medien Orientierung, insbesondere bei j\u00fcngeren Nutzer:innen. Nicht zuletzt, weil sich auch die Vorbilder der Jugend verschoben haben: von den klassischen Sportler:innen und Promis hin zu den Influencer:innen. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-4 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<p>Fragt man die Jugend, fallen h\u00e4ufig Namen von Fitnessmodels wie Pamela Reif oder Models wie Lena Gercke als Vorbilder. Sie sind es, die einen direkten Einfluss auf Jugendliche und ihre Lebensweise haben, besonders in Bezug auf das Anpassen des Trainings- und Essverhaltens, um dem Ideal n\u00e4her zu kommen, so die Studie.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFakt ist, die Jugend glaubt immer, sie kann so aussehen wie ein Fitnessinfluencer ohne damit Geld zu verdienen und mit einem Fingerschnipsen. Ich glaube schon, dass das ein verst\u00f6rtes Bild ergibt und dass dadurch nat\u00fcrlich dieser Hype da ist, Muskeln, Muskeln, Muskeln\u201c, stimmt Dominik Mathis zu. Er ist seit zw\u00f6lf Jahren in der Fitnessbranche t\u00e4tig und mittlerweile Besitzer eines Fitnessstudios. Seiner Erfahrung nach geht es gerade den j\u00fcngeren Fitnessstudiobesucher:innen darum, ein bestimmtes K\u00f6rperbild zu erreichen. Besonders die 16- bis 18- J\u00e4hrigen k\u00e4men ins Gym, weil sie Interesse an Bodybuilding, Muskelaufbau oder definierten K\u00f6rpern h\u00e4tten. Auch er sagt aus Erfahrung, dass das K\u00f6rperbild mittlerweile sehr stark von Influencer:innen auf Social Media gepr\u00e4gt werde. Das zeige sich auch im Training der Generation Z. Gerade wenn es darum geht, Trainingspl\u00e4ne zu erstellen, \u00e4u\u00dfern insbesondere sie W\u00fcnsche wie einen \u201edicken Bizeps\u201c oder einen \u201eflachen Bauch\u201c. \u201eBei der Jugend ist das eher so nach dem Motto: es muss brennen, es muss weh tun, ich muss morgen Muskelkater haben und wehe es tut sich \u00fcbermorgen nichts, dann bringt das alles auch nichts\u201c, so der Fitnesstrainer. Alles angelehnt an das Bild, das ihnen tagt\u00e4glich online pr\u00e4sentiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber \u00fcbt eine solche Konfrontation nicht einen enormen Druck auf junge Menschen aus, bestimmten K\u00f6rperidealen nachzujagen, die f\u00fcr viele allein physisch nicht m\u00f6glich sind?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch muss ehrlich sagen, ich sehe das eher als Motivation, wenn ich andere trainieren sehe. Ich folge nicht wirklich Leuten, die nur ihre Figur posten, sondern die dann auch wirklich Sport machen. Wenn ich das sehe, dann denke ich mir, ich k\u00f6nnte ja auch mal wieder ins Fitnessstudio gehen.\u201c Sina Keller hat aufgeh\u00f6rt, sich mit den Menschen online zu vergleichen oder Influencer:innen zu folgen, die nur ihren K\u00f6rper pr\u00e4sentieren und keinen Mehrwert f\u00fcr sie haben. Zwar respektiert sie diese f\u00fcr ihre M\u00fche und die harte Arbeit, die sie in ihr Training stecken, aber in ihre Timeline schaffen sie es nicht mehr.&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-10 wp-block-buttons\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-background\" href=\"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/lea\/\" style=\"background-color:#ddff36\">Lea Klein<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fitness: Leidenschaft oder Hype? Immer mehr junge Menschen melden sich in Fitnessstudios an, um ihren Traumk\u00f6rpern n\u00e4her zu kommen. 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