{"id":917,"date":"2022-06-06T10:34:02","date_gmt":"2022-06-06T08:34:02","guid":{"rendered":"https:\/\/genzhmkw.wordpress.com\/?p=380"},"modified":"2022-08-11T19:04:10","modified_gmt":"2022-08-11T17:04:10","slug":"die-beatles-wurden-heute-hip-hop-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/die-beatles-wurden-heute-hip-hop-machen\/","title":{"rendered":"Die Beatles w\u00fcrden heute Hip Hop machen"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\"><strong>Hip-Hop Gr\u00f6\u00dfen wie Snoop Dogg, 50 Cent, Drake, Travis Scott oder Eminem geh\u00f6ren zur Popkultur der Generation Z, Graffiti pr\u00e4gt das g\u00e4ngige Stadtbild und Breakdance ist seit 2020 olympisch. Hip-Hop ist aus dem urbanen Leben kaum wegzudenken, doch was steckt hinter der Faszinatio<\/strong>n <strong>Hip-Hop?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-5 wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-4 wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-container-2 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<div class=\"wp-container-1 wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p>Frustriert steigen die Passagiere der S2 an der Konstablerwache aus. Die n\u00e4chste Bahn kommt aufgrund von Unwetter erst in einer halben Stunde und so wenden sich die m\u00fcden Blicke auf die hell leuchtenden Werbedisplays. Ein Musikvideo, sch\u00f6ne gro\u00dfe Autos, ausgefallene Kleidung und T\u00e4nzer im Hintergrund, alles sehr bunt. \u201eDas neue Tyga Video knackt in 24 Stunden alle Rekorde!\u201c, steht auf dem Titel.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die gegenw\u00e4rtige Entwicklung zu beleuchten, ist die Vergangenheit der Schl\u00fcssel zur Erkl\u00e4rung des gesellschaftlichen Ph\u00e4nomens Hip-Hop. Zu der Bewegung z\u00e4hlt mehr als nur Musik, viel mehr bildet sie eine Subkultur, die sich in den 1970er Jahren durch die afroamerikanische Bev\u00f6lkerung in den Vereinigten Staaten entwickelte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kultur ist gepr\u00e4gt von T\u00e4nzen, Mode, Kunst wie Graffiti und eigenen Verhaltensweisen. Zu den Verhaltensweisen geh\u00f6ren Slangw\u00f6rter, die bei Jugendlichen l\u00e4ngst zum allgemeinen Sprachgebrauch geh\u00f6ren, f\u00fcr andere aber eher wie eine Fremdsprache klingen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Facettenreichtum entwickelte sich durch Perspektivlosigkeit, denn die afroamerikanische Bev\u00f6lkerung leidet schon immer unter Rassismus und den daraus resultierenden Repressalien, wie der Sklaverei oder sp\u00e4ter durch die Rassentrennung. Aus der Not wurde eine Tugend und Hip-Hop wurde zur Stimme der Unterdr\u00fcckten in der Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DNA des Hip-Hops<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde ist es ganz einfach: \u201eAus Schei\u00dfe Gold machen\u201c, wie der Musikjournalist Falk Schacht erkl\u00e4rt, denn den Jugendlichen aus Amerika fehlte es an Geld, aber nicht an W\u00fcrde und Kraft. Das bedeutet beispielsweise, dass die Jugendlichen sich keine neue Kleidung leisten konnten und somit alte oder zu gro\u00dfe Kleidung tragen mussten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese trugen sie jedoch mit solch einer W\u00fcrde, die sich wiederum in der Kleidung widerspiegelte, heute ist der Stil sogar zur \u201eStreet Fashion\u201c Mode avanciert. \u201eKleider machen Leute, doch in diesem Fall machten die Leute die Kleider\u201c, deutet der Musikjournalist diese Umwandlung der Kleidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mentalit\u00e4t, aus dem Nichts etwas erschaffen zu k\u00f6nnen, zieht sich wie ein roter Leitfaden durch die DNA des Hip-Hops.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wieso jetzt?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit den Anf\u00e4ngen in den 70er Jahren ist etwas Zeit vergangen. In den 80er Jahren entwickelte sich die Hip-Hop Kultur allm\u00e4hlich und festigte sich anschlie\u00dfend in den 90er Jahren. Durch die Digitalisierung der 2000er Jahre gelang es, schneller Daten aus dem Internet hoch- und runterzuladen. Die Entwicklung m\u00fcndete in einen extremen Anstieg der illegalen Downloads. So gelang es Anfang der 2010er, den Musikmarkt durch legale Streamingdienste wie Spotify neu zu ordnen.&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-3 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<p>Parallel zu der musikindustriellen Entwicklung stieg das Interesse f\u00fcr Hip-Hop sowohl in Deutschland als auch global, vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zielgruppe weckte ab 2015 die Aufmerksamkeit des Streamingdienstes Spotify, erkl\u00e4rt Schacht. Um neue Absatzm\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen, wurden zielgerichtet und spezifisch Hip-Hop Playlisten in den Streamingdienst eingebaut. Schacht kommt zu dem Schluss: \u201eSpotify hat erkannt das, Hip-Hop in Deutschland die Marktl\u00fccke ist, in die sie sto\u00dfen k\u00f6nnen, um wirtschaftlich Marktf\u00fchrer zu werden und erfolgreich zu sein. Die Investition zahlt sich heute im Hip-Hop Boom aus.\u201c&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung zu nationalen Ablegern f\u00fcr verschiedene Genres im Streaming ist mit Deutschland global einmalig gewesen und wird seitdem als Blaupause f\u00fcr andere L\u00e4nder angesehen. Konkurrenten wie Amazon oder Apple, die auch eigene Streamingdienste betreiben, zogen nach und schufen laut Falk Schacht ab 2017 ebenfalls eigene nationale Stabstellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hip-Hop als Hobby&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den vergangenen Jahren stieg die Investitionsbereitschaft der Musikindustrie in Hip-Hop, doch auch der Unterbau der Hip-Hop Infrastruktur steht auf einem stabilen Fundament. Das Stadtteilzentrum \u201eSchillerHaus\u201c in R\u00f6dermark beispielsweise bietet die M\u00f6glichkeit, zwei Mal in der Woche f\u00fcr jeweils drei Stunden Songs zu schreiben und aufzunehmen. David Bohlmann, Organisator der \u201eRap AG\u201c, betont den Vorteil der Hip-Hop Kultur f\u00fcr die Jugendarbeit&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist ein sehr guter Zugang zu einer wertvollen Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen. Durch die regelm\u00e4\u00dfigen Besuche kommen immer wieder Themen auf, die die Jugendlichen besch\u00e4ftigen. Thema Ausbildung, der Streit mit den Eltern, oder Probleme in der Schule. Oft k\u00f6nnen hierbei auch Anlaufstellen vermittelt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Angebot ist so beliebt, dass die vereinbarten Termine zu 90 Prozent wahrgenommen werden, so Bohlmann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Also wer traut sich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schlussendlich hat sich Hip-Hop durch Innovationsbereitschaft und Facettenreichtum als Liebling der Gen Z durchgesetzt und vielleicht erstrahlt irgendwann ein Jugendlicher aus dem \u201eSchillerHaus\u201c auf den Displays der Konstablerwache. Die M\u00f6glichkeiten sind gegeben, anders und besser, als die Beatles sie anfangs hatten. Also wer wird das gro\u00dfe Idol der Gen Z?&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-6 wp-block-buttons\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-background\" href=\"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/okan\/\" style=\"background-color:#ddff36\">Okan K\u00fcpelikilinc<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frustriert steigen die Passagiere der S2 an der Konstablerwache aus. Die n\u00e4chste Bahn kommt aufgrund von Unwetter erst in einer halben Stunde und so wenden sich die m\u00fcden Blicke auf die hell leuchtenden Werbedisplays. 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