{"id":656,"date":"2022-06-10T18:22:46","date_gmt":"2022-06-10T16:22:46","guid":{"rendered":"https:\/\/genzhmkw.wordpress.com\/?p=656"},"modified":"2022-08-11T19:05:22","modified_gmt":"2022-08-11T17:05:22","slug":"lost-im-netz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/lost-im-netz\/","title":{"rendered":"Lost im Netz"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-7 wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<div class=\"wp-container-3 wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-container-2 wp-block-column is-vertically-aligned-top\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-container-1 wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p class=\"has-text-align-left has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\"><strong>Zwischen Realit\u00e4tsflucht und Abh\u00e4ngigkeit: Das Smartphone ist aus dem Alltag der Generation Z nicht wegzudenken \u2013 doch zu oft mangelt es an der n\u00f6tigen Medienkompetenz.<\/strong> <\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-6 wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-container-4 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<p>F\u00fcnfte Unterrichtsstunde an einem Montag. Veronica steht aufgeregt vor der Klasse und h\u00e4lt eine Pr\u00e4sentation in Geschichte. Sie ist bei der letzten Folie angekommen, die Klassenkamerad:innen starren gelangweilt L\u00f6cher in die Luft. Die Lehrerin ist gar nicht begeistert, denn die Gliederung und die Themen sind exakt von Wikipedia kopiert. Veronica hat den Umgang mit Medien nie richtig gelernt. Massenph\u00e4nomen oder Einzelfall?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Informationen aus dem Netz beziehen und sich um soziale Kontakte k\u00fcmmern, heutzutage ist das Standard. Fast jede:r Jugendliche der Generation Z besitzt ein Smartphone mit Internetzugang. Geschult wurde darin niemand, aber jeder benutzt es. Jeden Tag pr\u00e4sentieren Sch\u00fcler:innen Themen in der Schule. Der Gro\u00dfteil verwendet Google f\u00fcr die Recherche und erlangt mit nur ein paar Klicks alle Informationen, die gebraucht werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dass eine Schulung im Umgang mit Inhalten im Netz Not tut, das zeigt die Erfahrung des Diplom-Sozialp\u00e4dagogen Andreas Pauly. Er ist Mitarbeiter der Fachstelle f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention in Bonn und sagt: \u201eViele Jugendliche haben einen gut reflektierten Umgang mit Medien, doch durch die schnelle Entwicklung der Apps werden Jugendliche und Eltern vor allem in Teilbereichen an ihre Grenzen gef\u00fchrt.\u201c T\u00e4glich besch\u00e4ftigt er sich mit F\u00e4llen rund um das Thema mangelnde Medienkompetenz. Der Standardunterricht reicht h\u00e4ufig nicht aus, erkl\u00e4rt Pauly. Das best\u00e4tigt auch Veronica, eine Sch\u00fclerin der gymnasialen Oberstufe: \u201eIn der sechsten Klasse hatte ich ein Jahr Unterricht, in dem mir die Grundlagen von Word und PowerPoint beigebracht wurden. Begabt bin ich keinesfalls, aber ich wei\u00df, wie man damit umgeht und finde mich gut zurecht.\u201c Doch reicht ein Jahr Grundlagen aus, um Medienkompetenz zu erlangen? F\u00fcr die Basics im Unterricht vielleicht, doch erst im wahren Leben lernt man, was Medienkompetenz wirklich bedeutet. Vor allem, sich der Sicherheit im Netz bewusst zu sein und gut selektieren zu k\u00f6nnen. Ihre Meinung bilden sich die jungen Heranwachsenden meist in ihrem sozialen Umfeld, da sie von Familien und Freund:innen gepr\u00e4gt werden. 60 Prozent der Jugendlichen beziehen ihre Infos beispielsweise von Influencer:innen auf YouTube und eben nicht von seri\u00f6sen Nachrichtenagenturen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-5 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<p>Die meisten Jugendlichen betreiben eine eher einseitige als breit gef\u00e4cherte Recherche. So schnappen sie oft Fake News auf und im schlimmsten Fall verbreiten sie sie weiter. Leichtgl\u00e4ubig geben Jugendliche wichtige und pers\u00f6nliche Daten preis oder laden Bilder hoch, ohne zu wissen, dass diese zur\u00fcckverfolgt werden k\u00f6nnen. Angefangen damit, bei unseri\u00f6sen Shops seine Emailadresse f\u00fcr Newsletter oder Rabatte einzugeben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJugendliche entfliehen in dieser Welt h\u00e4ufig ihren Eltern\u201c, sagt Pauly. Gerade Verbote, die Kinder aufgebrummt bekommen, gibt es im Internet nicht zu beachten. Ein schmaler Grad zwischen zeitweiliger Realit\u00e4tsflucht und ernstzunehmender Abh\u00e4ngigkeit. Doch liegt es \u00fcberhaupt in der Hand der Eltern oder Lehrer:innen, dem vorzubeugen oder werden sie dabei selbst an ihre Grenzen gef\u00fchrt? Es sollte st\u00e4rker in pr\u00e4ventive Projekte investiert werden. \u201eMit mehr pr\u00e4ventiven Projekten oder Medienp\u00e4dagogik als Schulfach kann dem vorgebeugt werden\u201c, so Pauly. Dem entgegen steht die Meinung der Sch\u00fclerin: \u201eNat\u00fcrlich sind die Eltern zust\u00e4ndig daf\u00fcr, zu kontrollieren, dass sich ihr Kind nicht zu viel und vor allem nicht auf den falschen Seiten des Internets aufh\u00e4lt. Ich denke allerdings, dass die Verantwortung in den H\u00e4nden der Generation Z selbst liegt, jeder m\u00f6chte dazu geh\u00f6ren und mittlerweile ist der Alltag f\u00fcr den Gro\u00dfteil meiner Generation ohne WhatsApp und Instagram unvorstellbar.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf Informationsbeschaffung sind Soziale Medien der Spitzenreiter f\u00fcr die Generation Z. Gerade der Zeitvertreib und die Selbstdarstellung spielen dabei eine gro\u00dfe Rolle. Zwar ist der Umgang mit Smartphones &amp; Co. heutzutage eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit f\u00fcr Kinder und Jugendliche. Aber nur weil fast jeder mit Technologien umgehen kann, hei\u00dft das nicht, dass auch jeder Medienkompetenz besitzt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-8 wp-block-buttons\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-background\" href=\"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/sarah\/\" style=\"background-color:#ddff36\">Sarah Eichenauer<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Smartphone ist aus dem Alltag der Generation Z nicht wegzudenken \u2013 doch zu oft mangelt es an der n\u00f6tigen Medienkompetenz.<\/p>\n","protected":false},"author":73,"featured_media":856,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[55,79,80,81,82,95],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/pexels-pixabay-35550-scaled.jpg?fit=2560%2C1707&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/656"}],"collection":[{"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/users\/73"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=656"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/656\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1541,"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/656\/revisions\/1541"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/media\/856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=656"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=656"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=656"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}