{"id":339,"date":"2022-06-08T11:14:47","date_gmt":"2022-06-08T09:14:47","guid":{"rendered":"https:\/\/genzhmkw.wordpress.com\/?p=339"},"modified":"2022-08-11T19:04:42","modified_gmt":"2022-08-11T17:04:42","slug":"druck-dir-deine-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/druck-dir-deine-welt\/","title":{"rendered":"Druck dir deine Welt!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\"><strong>3D-Drucker sind der neue Hit der Generation Z. Cosplayer:innen drucken sich ihre Outfits, Gamer:innen ihre Lieblingscharaktere aus Videospielen. Doch auch die Medizin erkennt den Reiz der Printer. Wunschdenken oder hat die neue Produktionsm\u00f6glichkeit tats\u00e4chlich eine Zukunft?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-3 wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-container-1 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<p>Mit einem lauten Brummen begeben sich das Druckbett und die Nozzle \u2013 so hei\u00dft die D\u00fcse im Fachslang \u2013 in die richtige Position, um mit dem 3D-Druck beginnen zu k\u00f6nnen. Acht Stunden brauchen die Eulenpaar-Figuren, die Simon* druckt. Es ist ein Testdruck, mit dem er herausfindet, ob sein Drucker richtig eingestellt ist und es nicht zu einem Warping, also einer Deformierung, kommt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img data-attachment-id=\"690\" data-permalink=\"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/druck-dir-deine-welt\/wichtig_3d-eulen\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?fit=643%2C430&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"643,430\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"wichtig_3d-eulen\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?fit=300%2C201&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?fit=643%2C430&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?resize=472%2C316\" alt=\"\" class=\"wp-image-690\" width=\"472\" height=\"316\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?w=643&amp;ssl=1 643w, https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?resize=300%2C201&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?resize=360%2C240&amp;ssl=1 360w, https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?resize=600%2C400&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?resize=200%2C134&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2022\/07\/wichtig_3d-eulen.jpg?resize=598%2C400&amp;ssl=1 598w\" sizes=\"(max-width: 472px) 100vw, 472px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Wenn das erhitzte Filament nicht schnell genug abk\u00fchlt oder die Supportstrukturen nach dem Druck abbrechen, sammelt er das Material des Fehldrucks in einem kleinen Eimer. Sobald dieser voll ist, m\u00f6chte er seine Reste an \u201cRecycling Fabrik\u201d schicken. Die stellen dann recyceltes Filament zum Neuverkauf her. Im Gegenzug erh\u00e4lt Simon Punkte, die er als Rabatt im Shop der Website nutzen kann. Dass es bereits Abend ist und der Drucker neben seinem Bett steht, st\u00f6rt ihn nicht. Er ist gerade erst aufgestanden und verbringt auch die n\u00e4chsten Stunden vor dem Computer. Die Ger\u00e4usche der Maschine bemerkt er durch sein Noise-Cancelling-Headset gar nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Den Anycubic I3 Mega besitzt Simon bereits seit M\u00e4rz 2019. W\u00e4hrend seiner Ausbildung hat er das Ger\u00e4t f\u00fcr 230 Euro gekauft, was etwa dem halben Preis entspricht. Seitdem druckt er regelm\u00e4\u00dfig Dinge, um seine Alltagsprobleme zu l\u00f6sen. Da er aktuell arbeitslos ist, bleibt ihm mehr Zeit zum Drucken. Stolz zeigt er eine kleine zweifarbige Schublade, eine Halterung f\u00fcr seine Virtual Reality Brille und Steckpl\u00e4tze f\u00fcr seine USB-Sticks. Derzeit \u00fcbt er sich am digitalen 3D-Modellieren in dem Programm Blender. Einmal war sein Drucker schon kaputt. Das Filament war billig, der Kunststoff hat das \u201eHotend\u201c verstopft. Eigentlich muss er sein Filament an einem trockenen Ort lagern, da es sonst por\u00f6s wird. Doch sein Zimmer bietet nicht viel Platz. Es ist vollgestellt mit einem leuchtenden PC, drei gro\u00dfen Bildschirmen und jeder Menge Technik. Eine Alexa steuert auf seinen Wunsch die Lampen. An seinem Schreibtisch ist ein Mikrofon befestigt, durch das er beim Zocken mit seinen Freunden spricht. Vielen von ihnen hat er bereits kleine Geschenke gedruckt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie M\u00f6glichkeiten des 3D-Drucks sind grenzenlos\u201c, sagt der Gamer. Rainbow, Glitzer \u2013 alles, was das Herz begehrt. Je nach gew\u00fcnschter Struktur und der Art des Druckers gibt es eine gro\u00dfe Auswahl an Plastiksorten. Die Zukunft sieht der 19-J\u00e4hrige positiv.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-2 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<p>Ganz anders Detlef Huth, Orthop\u00e4de und Unfallchirurg aus R\u00fcsselsheim. Er hat an Konferenzen und Diskussionen \u00fcber den 3D-Druck teilgenommen. Der Arzt erkl\u00e4rt, dass das Printing bisher wenig Anklang in der allt\u00e4glichen Medizin findet. Die Arbeit mit dem Drucker beschr\u00e4nkt sich derzeit auf die Rekonstruktion von Frakturen. \u201eWir arbeiten nicht mit wirklich gedruckten Gelenken\u201c, sagt er. Stattdessen nutzt man die neue M\u00f6glichkeit als Alternative zur 3D-Darstellung der CT-Daten, also der R\u00f6ntgenergebnisse. Die gedruckten Verletzungen sind dadurch haptisch greifbar und besser verst\u00e4ndlich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGro\u00dfe Kliniken und Unikliniken nutzen den 3D-Druck auch zu \u00dcbungs- und Forschungszwecken. Aber wir haben das bei uns nicht\u201c, erl\u00e4utert Huth. \u201eIch w\u00fcsste keine Klinik im Umkreis, die damit arbeitet.\u201c Die neue Produktionsm\u00f6glichkeit hat sich hier noch nicht etabliert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls kritisch sieht der Chirurg die Kosten eines Druckers. \u201eBei einer Fortbildung wurde erw\u00e4hnt, dass solch eine Bereitstellung ein paar Tausend Euro kostet. Zus\u00e4tzlich ben\u00f6tigt man die passende Software, die das umsetzen kann.\u201c Da ist eine computerbasierte Darstellung der CT-Daten die g\u00fcnstigere und bereits bekannte Methodik.<\/p>\n\n\n\n<p>Er hinterfragt ebenfalls die biologische Vertr\u00e4glichkeit und qualitative Best\u00e4ndigkeit. \u201eWir nutzen hoch komplexe Endoprothesen und Implantate, die biologische Anforderungen erf\u00fcllen m\u00fcssen. Ein 3D-gedrucktes Gelenk hingegen ist ein reines Kunststoffprodukt. Es hat m\u00f6glicherweise gar nicht die Festigkeit, um als Gelenk zu fungieren.\u201c Der Wunsch in der Medizin beziehe sich nicht auf eine Weiterentwicklung von Endoprothesen, sondern auf den vollst\u00e4ndigen Verzicht derer. Das Streben nach Wiederherstellung und Regeneration von Knorpel \u00fcberwiegt. Die Medizin heilt lieber, als dass sie ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Generation Z sich also ihre eigene kleine Welt druckt, ist der 3D-Druck noch keine herk\u00f6mmliche Methode in der Medizin. Bisher wird er nur in Nischen von Spezialist:innen angewandt. F\u00fcr die Massenherstellung eignet sich die Technik allerdings nicht. Simons gedrucktes Eulenpaar wird jedoch nicht der letzte Druck des Jugendlichen bleiben. Die Neugier hat sein Interesse an Resin-3D-Druckern geweckt. Doch bevor er mit UV-Licht und Resin druckt, muss er wohl noch ein Weilchen bei seinem geliebten Filament-3D-Printer bleiben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-4 wp-block-buttons\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-color has-text-color has-background\" href=\"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/enola\/\" style=\"background-color:#ddff36\"><strong>Enola Lindemann<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3D-Drucker sind der neue Hit der Generation Z. Cosplayer:innen drucken sich ihre Outfits, Gamer:innen ihre Lieblingscharaktere aus Videospielen. 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