{"id":328,"date":"2022-06-03T11:12:07","date_gmt":"2022-06-03T09:12:07","guid":{"rendered":"https:\/\/genzhmkw.wordpress.com\/?p=328"},"modified":"2022-08-11T17:13:09","modified_gmt":"2022-08-11T15:13:09","slug":"aktion-uber-perfektion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/aktion-uber-perfektion\/","title":{"rendered":"Aktion \u00fcber Perfektion"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\"><strong>Ob aus finanziellen oder organisatorischen Gr\u00fcnden: Viele Student:innen halten klimafreundliches Verhalten im Alltag f\u00fcr eine gro\u00dfe Herausforderung. Aber ist es wirklich unm\u00f6glich, w\u00e4hrend des Studiums umweltschonend zu leben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-3 wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-container-1 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<p>Mit einem leisen Klick rastet das Schloss ein und sie nimmt den Baumwollbeutel aus dem Korb ihres Drahtesels. Dabei purzelt regionales Obst und Gem\u00fcse mit einer pflanzlichen Hackfleischalternative durcheinander \u2013 nat\u00fcrlich alles in Bio-Qualit\u00e4t. Mit einer Hand w\u00fchlt sie in der Tasche ihrer Jacke, die sie im Secondhandladen ergattert hat und zieht triumphierend einen kleinen Schl\u00fcssel hervor. Schlie\u00dflich \u00f6ffnet die junge Frau die schwere Eingangst\u00fcr und verschwindet im Inneren des Wohnheimes.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den ersten Blick ist Jule die perfekte umweltbewusste Studentin. Sie ern\u00e4hrt sich seit Anfang 2020 vegan und engagiert sich in ihrer Freizeit bei \u201eFridays for future\u201c. Doch trotz aller Bem\u00fchungen steht die junge Frau immer wieder vor der Frage, in welchem Ma\u00df Klimaschutz in ihrem Alltag m\u00f6glich ist. \u201eVerzicht ist halt schon eine schwierige Sache\u201c, meint sie, besonders wenn es um Leistungsfragen in ihrem Studiengang Architektur und Stadtplanung geht. Ob bei Materialien f\u00fcr den Modellbau oder bei technischer Ausr\u00fcstung: Oft muss sie Dinge neu kaufen, um die geforderte Leistung erbringen zu k\u00f6nnen. Die Qualit\u00e4t der studentischen Arbeit hat hier Priorit\u00e4t und kann den Aspekt der Nachhaltigkeit schnell in den Hintergrund dr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr viele Studierende scheint ein umweltbewusster oder sogar klimaneutraler Lebensstil also unerreichbar zu sein. Besonders das Debut im nachhaltigen Alltag gestaltet sich h\u00e4ufig kompliziert: Mobilit\u00e4t, Konsum oder auch Essverhalten \u2013 es muss auf einiges geachtet werden. Die Vielzahl der Artikel im Netz, die mit hilfreichen Tipps werben, tragen durch Auflistung unz\u00e4hliger Ma\u00dfnahmen lediglich zu einer noch gr\u00f6\u00dferen Verwirrung bei. Ebenso hinderlich kann die Wohnsituation der Student:innen sein, da viele Wohnheime beispielsweise keinen Wechsel zu \u00d6kostromanbietern erm\u00f6glichen. Sollte keine geeignete Anbindung zum \u00f6ffentlichen Nahverkehr bestehen, wird aus Zeitgr\u00fcnden auch schnell auf das Auto zur\u00fcckgegriffen. Dieses st\u00f6\u00dft auf l\u00e4ngeren Strecken allerdings die f\u00fcnffache Menge an Treibhausgasen eines Zuges aus und schr\u00e4nkt somit die Wirksamkeit eines umweltfreundlichen Alltags erheblich ein. Es handelt sich demnach vor allem um systemische Fragen, die Einzelpersonen selten beeinflussen k\u00f6nnen. Sind Student:innen also im Thema klimafreundliches Leben machtlos und auf sich allein gestellt?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegenteil. Es gibt zahlreiche Organisationen und Universit\u00e4ten, die zum Beispiel durch Projekte Unterst\u00fctzung anbieten. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-2 wp-block-column has-white-color has-black-background-color has-text-color has-background\">\n<p>Die CBS International Business School ist eine davon. Seit 2013 wird Nachhaltigkeit dort in die Lehre integriert und sie gilt als Hochschule mit klimaneutralem Campus. Das bedeutet, dass die CO2- Emissionen weitgehend reduziert und durch die Unterst\u00fctzung von Klimaschutzprojekten ausgeglichen werden. Unter dem Motto \u201ecreating tomorrow\u201c sieht die Pr\u00e4sidentin der Hochschule, Elisabeth Fr\u00f6hlich eine gro\u00dfe Verantwortung darin, junge Menschen zu reflektierten und kompetenten Entscheidern auszubilden. Nur so k\u00f6nnten aktuelle Probleme gel\u00f6st und die Gesellschaft ver\u00e4ndert werden. Neben den drei nachhaltigen Studieng\u00e4ngen der CBS schl\u00e4gt sie als Weiterbildungsm\u00f6glichkeit das \u201eCarbon Literacy Training\u201c vor. Hier soll Bewusstsein f\u00fcr den CO2-Austo\u00df von allt\u00e4glichen Handlungen geschaffen und \u00fcber potenzielle Ma\u00dfnahmen dagegen aufgekl\u00e4rt werden. Es sei auch als Individuum m\u00f6glich, die Klimaneutralit\u00e4t zu erreichen, doch im Alleingang gestalte sich das als eher schwierig. \u201eWichtig ist Austausch, kritische Reflektion und Neugierde, und das m\u00fcssen wir in jungen Menschen wecken &#8211; dann bekommen wir auch das mit der Klimaneutralit\u00e4t hin\u201c, ist Fr\u00f6hlich \u00fcberzeugt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsame Bem\u00fchungen und Zusammenarbeit sind demnach mehr wert als das krampfhafte Streben nach Perfektion. In erster Linie ist es unwichtig, in welchem Ausma\u00df es Student:innen gelingt, pers\u00f6nlich mehr auf die Umwelt zu achten. Vielmehr geht es um die Bereitschaft, den CO2- Aussto\u00df zu reduzieren und sich gegenseitig zu inspirieren und unterst\u00fctzen. Die Handlungsm\u00f6glichkeiten sind hierbei f\u00fcr jede:n unterschiedlich und es gibt deshalb auch nicht den einen, richtigen Weg zum Ziel. Es muss individuell abgewogen werden, was im Rahmen der eigenen Ressourcen m\u00f6glich und zumutbar ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Jule ist der Meinung: \u201eDurch Passivit\u00e4t wird\u2019s auf jeden Fall nicht besser.\u201c Dabei hat sie selbst gewisse schwache Stellen und gibt offen zu, sich keineswegs immer moralisch einwandfrei zu verhalten. Besonders \u00e4rgert sie ihr st\u00e4ndiger Gebrauch von Aufz\u00fcgen, die nat\u00fcrlich mehr Strom verbrauchen als Treppensteigen. Au\u00dferdem hat sie w\u00e4hrend des Semesters kaum Zeit f\u00fcr Dinge wie Food Sharing und gewisse Aspekte des Umweltschutzes gehen im Studienstress schnell unter. Dennoch beh\u00e4lt die junge Frau den Willen, aktiv etwas zu ver\u00e4ndern. Sie l\u00e4sst sich nicht entmutigen und gibt weiterhin ihr Bestes, um im Alltag so klimafreundlich wie m\u00f6glich zu leben.&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-4 wp-block-buttons\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-background\" href=\"https:\/\/juk.hmkw.de\/ma-genz-in\/pia\/\" style=\"background-color:#ddff36\">Pia Kashofer<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studentenleben und Klimaschutz sind durchaus vereinbar.\u00a0<\/p>\n<p>Ob aus finanziellen oder organisatorischen Gr\u00fcnden: viele Student:innen halten Klimafreundlichkeit im Alltag f\u00fcr eine gro\u00dfe Herausforderung. 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